Pulswerte

Gesundheitswerte – der Pulswert sollte immer stimmen

Zur Kontrolle der Körperfunktionen eines Menschen gibt es verschiedene Werte, die durch Messungen und Untersuchungen ermittelt werden. So kann man die Blutzuckerwerte ermitteln, aber auch den Blutdruck messen. Außerdem ist der Pulswert besonders bedeutend um den gesundheitlichen Zustand eines Menschen zu beurteilen. Dieser gibt an, wie oft das Herz in der Minute schlägt und wird auf Basis der Herzfrequenz bestimmt.

Pulswerte – Richtwerte für einen gesunden Körper

Die Herzfrequenzermittlung zeigt die wellenförmige Bewegung der Aortenwände an, die sich beim Durchpumpen des Blutes durch die Adern entwickelt. So wird als Grundwert für alle Pulswerte immer der Ruhepuls genutzt und ob der Pulswert des Menschen zu hoch oder zu niedrig ist liegt daran, ob der Pulswert höher oder tiefer als der Ruhepuls ist. So kann der Arzt seinen Rückschluss auf verschiedenste Erkrankungen treffen. Ob Arzt oder Krankenpfleger, der Puls ist ein wichtiger Punkt bei der Krankenbeobachtung und die Ermittlung des Pulswertes ist ein wichtiger Bestandteil in der Ausbildung von Pflegepersonal und Ärzten. Wichtigster Wert ist immer der Normalwert oder Ruhepuls, der je nach Alter des Menschen und nach Kondition sehr unterschiedlich sein.

Der Ruhepuls – je nach Alter sehr unterschiedlich

Schon vor der Geburt als Embryo hat der Mensch einen Puls und dieser sollte als Ruhepuls einen Wert von 160 bis 180 haben. Ist das Kind dann erst geboren, dann sollte der Pulswert im ersten Monat nur noch einen Wert von 140 haben und bis zum ersten Lebensjahr sollte der Puls eines Babys nicht höher als 120 sein. Im weiteren Verlauf des Lebens kann das Kleinkind dann einen Puls von 100 bis 120 vorweisen und als Schulkind kann der Puls im Ruhezustand Werte von 80 bis 100 vorweisen. Ist man erst im Teenageralter, dann kann der Ruhewert bei 80 liegen und als Erwachsener sind Werte von 60 bis 80 normal. Ist man aber als Sportler gut trainiert, dann kann auch der Ruhepuls einen tieferen Wert haben.

Gut trainiert – Der Trainingspuls

Der gut trainierte Sportler kann sich über einen geringeren Ruhepuls freuen und will man beim Sport den optimalen positiven Effekt auf den Körper erzielen, dann sollte man den optimalen Trainingspuls ermitteln und diesen während der sportlichen Betätigung immer einhalten. So kann man den Trainingspuls mit einer einfachen Formel ermitteln, denn hat man seinen Maximalpuls ermittelt, dann sollte man davon den Wert des Ruhepuls abziehen und dieser Wert malgenommen mit 0,6 plus dem Ruhepuls ergibt den optimalen Trainingspuls. Aber auch nach einer anderen Formel kann man den optimalen Trainingspuls ermitteln und wer fürs nächste Training sich perfekt vorbereiten will, der kann mit: Ruhepuls + (220 – 2/3 x Lebensalter in Jahren – Ruhepuls) x Faktor = Trainingspuls, den Pulswert ermitteln, bei der die sportliche Betätigung die optimale Wirkung auf den Körper hat.

Extremwerte beim Puls – Zeichen einer Erkrankung

hoher puls ursachen

Erhöht sich der Puls ganz normal bei Stress und wenn der Mensch durch eine Beschäftigung an die Grenzen seiner körperlichen Belastung kommt, dann spricht man von hohem Puls. Es gibt aber auch die andere Variante des niedrigen Pulses. So haben Raucher und Übergewichtige oftmals einen generell höheren Pulswert. Hat der Mensch einen Schock erlitten, dann ist der Puls oftmals kaum nachzuweisen, was als Schockpuls bezeichnet wird. Und erleidet der Mensch eine Hirndrucksteigerung, dann liegt ein sogenannter Druckpuls vor. Erhöht sich der Puls auf mehr als 100 Schläge in der Minute, dann liegt eine sogenannte Tachykardie vor. Auslöser können große Aufregung, aber auch Koffein oder Nikotin, sowie Angst und einige andere Ursachen sein. Aber auch der gegensätzliche Effekt, die Bradykardie, die einen Pulswert von weniger als 60 beinhaltet kann vorkommen. Hier sollte der Mensch sich ganz entspannen und auch im Schlaf kann so ein Wert eintreten, auch gut trainierte Sportler erreichen manchmal so einen Tiefstwert. Aber auch Besonderheiten können auftreten, wie der paradoxe Pulswert oder die Pulslosigkeit. Was immer auch für Pulswerte beim Menschen nachgewiesen werden können, man sollte immer darauf achten, dass die Risikofaktoren für einen hohen oder zu niedrigen Puls sich auf ein Minimum beschränken.

Hohe Pulswerte – die Gefahr eines Herzinfarkts steigt

Wer ständig unter einem zu hohen Puls leidet, der kann mit einem gesteigerten Herzinfarktrisiko rechnen. So ist es immer besser, die eigene Lebensweise zu überprüfen und alle Risikofaktoren fürs erste auszuschließen. Nikotin, Koffein und andere Umweltfaktoren wie zu viel Stress lassen das eigene Herz das Blut schneller durch die Adern pumpen und der Puls erhöht sich.